Evangelische Krankenhausseelsorge
Gemäß dem ganzheitlichen Anspruch der Medizinischen Zentrums Lahnhöhe nimmt die seelsorgerische Betreuung der Patienten einen hohen Stellenwert ein. Pfarrerin Gisela Schmidt ist mit halber Stelle Krankenhausseelsorgerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und für Patienten und Mitarbeitende des Hauses unabhängig von ihrer Konfession oder Religionszugehörigkeit ansprechbar.
Wie die Erfahrung zeigt, gibt es einen hohen Gesprächsbedarf. Gisela Schmidt hält auch den Kontakt zur Ärzteschaft und zu den Pflegediensten in beiden Abteilungen des Medizinischen Zentrums. Die evangelische Krankenhausseelsorge steht unter der Verantwortung des evangelischen Dekanates Nassau.
Die ev. Krankenhausseelsorge lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:
- Sonntags um 9 Uhr Gottesdienst im Erythmiesaal (an den hohen Feiertagen jeweils am zweiten Feiertag)
- Mittwochs um 19 Uhr Taizé-Andacht im Gemeinschaftsraum
- Donnerstags um 19 Uhr Offenes Singen im Gemeinschaftsraum
Die Aufgaben der Krankenhausseelsorge teilen sich in vier Handlungsfelder, die in Bezug zu den Patienten und ihren Angehörigen, zum Krankenhaus, zur Ökumene und zur Kirche und Gesellschaft stehen.
Die Seelsorge an Kranken gehört zum Wesen der Kirche. Sie folgt dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen oder wie es in der Bibel bei Matthäus 25, Vers 36 lautet: »Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.« Rechtliche Grundlage bildet eine Verwaltungsverordnung.
Pfarrerin Gisela Schmidt
Gisela Schmidt ist studierte Theologin, Diplom-Psychologin und Diplom-Supervisorin (DGSv). Sie ist vertraut mit der Seelsorge in den Bereichen Gemeinde, Seniorenheime, Krankenhäuser, Psychiatrie und Forensik. Sie ist außerdem Mitarbeiterin der Notfallseelsorge Rhein-Lahn, die Seelsorge in akuten Notfallsituationen leistet.
Aufgaben der Krankenhausseelsorge
1. In Bezug auf Patienten und deren Angehörige:
- seelsorgerliche Gespräche
- die seelsorgerliche Begleitung über einen längeren Zeitraum
- die Begleitung in Krisensituationen
- die Sterbebegleitung
- religiöse Handlungen wie Gebet, Krankenabendmahl, Segnung und Salbung
- Feiern von Gottesdiensten und Andachten
- Gestaltung von Räumen der Besinnung und Stille
- Gesprächsgruppen und Gesprächskreise
2. In Bezug auf das Krankenhaus
- geregelte Präsenz
- Rufbereitschaft
- (interne) Öffentlichkeitsarbeit
- Herstellung und Pflege von Kontakt
- Mit der Krankenhausleitung und –verwaltung
- Mit dem ärztlichen und pflegerischen Dienstag mit dem Sozialdienst, psychologischen Dienst und anderen therapeutischen Abteilungen
- Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern auf den Stationen
- Seelsorgerliche Gespräche mit und spirituelle Angebote für Mitarbeitende des Krankenhaus
- Mitarbeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung des Krankenhauspersonals
- Beteiligung und Stellungnahme bei ethischen Fragestellungen
3. In Bezug auf die Ökumene
- Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Krankenhausseelsorge
- Absprachen bei der Begleitung einzelner Menschen
- Ökumenische Gottesdienste und Veranstaltungen
- Gemeinsame Besprechungen
- Zusammenarbeit bei der Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter
- Absprachen bei der Dienstverteilung im Krankenhaus
- Gemeinsames Eintreten für Belange der Krankenhausseelsorge gegenüber der Krankenhausleitung
- Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen
- Dialog mit anderen Religionen
4. In Bezug auf Kirche und Gesellschaft
- Kontakte zu den Kirchengemeinden
- Zusammenarbeit mit den Einrichtungen des Dekanats
- Zusammenarbeit mit den Zentren der kirchlichen Handlungsfelder
- Vernetzung mit benachbarten Seelsorgefeldern zum Beispiel Hospizdienste, Altenheim- und Notfallseelsorge
- Anregung zur Auseinandersetzung mit Krankheit, Leiden, Tod und Sterben
- Vermittlung und Vertretung medizinethischer und gesundheitspolitischer Themen
Aus der Präambel zur Verwaltungsverordnung für die Krankenhausseelsorge
Die Krankenhausseelsorge orientiert sich an einem Gesundheits- und Heilungsbegriff, der in einem umfassenden Sinn Gesundheit als »Kraft zum Menschsein« (Karl Barth) und Krankheit als Spiegel der Endlichkeit des Menschen versteht. Offen für unterschiedliche Lebens- und Glaubensorientierungen bietet die Krankenhausseelsorge Begleitung, Verkündigung und sakramentale Handlungen allen an, die sich dafür öffnen. Sie bewegt sich in einem interkulturellen, multireligiösen Raum. Dabei respektiert sie Unterschiede, spricht Gemeinsamkeiten an und würdigt die besondere Situation der Begegnung.
Die Krankenhausseelsorge hat ihre verfassungsrechtliche Grundlage in Artikel 140 Grundgesetz und ihre kirchenrechtliche Grundlage im Grundartikel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und den daraus abgeleiteten rechtlichen Bestimmungen.
Impressum: Klinik Lahnhöhe Krankenhausgesellschaft mbH & Co KG, Am Kurpark 1, 56112 Lahnstein, Telefon: 02621 / 915 - 0, Fax: 02621 / 915 - 335, Internet: www.lahnhoehe.de, eMail: info@lahnhoehe.de


